Philosophie


Das Zusammenleben von Mensch und Hund stellt eine äußerst bereichernde Erfahrungen dar, denn nicht nur lernen wir viel über unseren Hund, sondern auch und besonders viel über uns selbst, denn das Verhalten unseres Hundes ist ein Spiegelbild unseres eigenen Verhaltens.

Angemessenes und verantwortungsvolles Verhalten gegenüber dem Hund setzt immer ein umfassendes Wissen voraus. Hier gilt es in erster Linie, den Hund als Hund zu verstehen, seine natürlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse zu kennen und auf seine Körpersprache und seinen individuellen Charakter zu achten.

Vor diesem Hintergrund bildet die Förderung und Vertiefung der Beziehung zwischen Mensch und Hund, seine Erziehung zu einem entspannten und gern gesehenen Begleiter im Alltag und das gemeinsame Lernen von Mensch und Hund den Kern meines Trainings.

 

Jedes Verhalten des Hundes ist artgerecht

Geht es um die Lösung von Problemen im Zusammenleben von Mensch und Hund, so arbeite ich nach dem Grundsatz, dass jedes Verhalten des Hundes artgerecht ist und Fehl- und Problemverhalten nur aus der Sicht des Menschen bestehen. Der Hund macht aus seiner Sicht nichts falsch.

Seine von uns als fehlerhaft oder als problematisch angesehenen Verhaltensweisen resultieren oftmals daraus, dass der Mensch die natürlich Veranlagung seines Hundes übersieht und ihm in unklaren Situationen nicht die nötige Sicherheit und Führung für eine Orientierung am Menschen bietet.

 

Warum aversive Trainingsmethoden abzulehnen sind

 

Da jedes Verhalten des Hundes artgerecht ist, ist es nicht nur ethisch fragwürdig, den Hund mittels aversiver Trainingsmethoden zu erziehen, es macht in globaler Hinsicht auch keinen Sinn: Der Hund wird für sein natürliches Verhalten bestraft und kann diese Reaktion des Menschen nicht verstehen.

Er wird das unerwünschte Verhalten aus Angst vor Repression zwar situativ nicht mehr zeigen, aber zu welchem Preis? Stress, Verunsicherung, Misstrauen gegenüber dem Menschen, Verlagerungen und Verschlimmerungen von Problemen bis hin zu Sterotypien sind mögliche Folgen von aversiven Trainingsmethoden.

 

Dem Hund ein alternatives Verhalten ermöglichen

Es liegt also in der Verantwortung des Menschen, die Natur des Hundes zu respektieren, ihn folglich nicht für unerwünschte Verhaltensweisen zu bestrafen, sondern ihm die Chance zu geben, gemeinsam mit seinem Menschen ein alternatives Verhalten zu lernen.

Entscheidend ist, dass der Hund in einem vom Menschen gesetzten Rahmen eigenständig, nachhaltig und gerne lernt, dass er das alternative Verhalten letztlich von sich aus zeigt und sich dafür beim Menschen bestätigt. In der Folge verhält er sich so, wie wir es von ihm wünschen, weil er lernen durfte, sich selbst zu regulieren und sich gerne an seinem Menschen zu orientieren.

Um dem Hund dieses eigenständige Lernen zu ermöglichen, erfolgt unser Training mittels einer klaren Körpersprache von Seiten des Menschen, über positive Motivation und über eine systematische Verbindung von situativen und globalen Trainingsinhalten.